Alles anzeigenDas Problem moderner Diesel bzw. Abgasvorschriften ist in erster Linie extremer Rußeintrag ins Öl durch sehr hohe AGR-Raten. Ein Euro 4 Diesel hat mit entsprechend hohem Langstreckenanteil nach 30.000 km vielleicht knapp 1% Ruß im Öl. Bei Euro 6d kannst du damit teilweise schon nach 10.000km Langstrecke oder weniger rechnen. Der Ruß wirkt in höherer Konzentration abrasiv und extrem verschleißfördernd.
Beim Ölwechsel verbleibt je nach Motor ein nicht unerheblicher Teil Öl in Kühlern, Wäretauschern etc.
Das neue Öl ist also direkt wieder belastet und das Problem mit steigender Laufleistung immer schlimmer. Wer Longlife fährt und von Ölspülungen im Sinne von sehr kurzen Intervallen, um den Ruß loszuwerden, noch nichts gehört hat, wird nach 200.000km derart viel Ruß mit sich rumschleppen, da ist der Exitus vorprogrammiert.
Aber richtig, es funktioniert. Bei ausgereiften Motoren mit Glück bis etwa 250.000km bei entsprechendem Langstreckenanteil. Spätestens dann fängt der Ölverbrauch an, Kompressionsverlust, Leistungsverlust, um bei den kleineren Problemchen zu bleiben.
Wer den Ruß im Zaum hält, und dazu sind leider 2 Ölwechsel pro Jahr nötig bei viel genutzten, modernen Diesel-PKW, fährt also verschleißfreier, als die Lastenhefte der Hersteller vorgesehen haben.
Wer die Wirtschaft und die Hersteller unterstützen möchte, macht natürlich so wenig Ölwechsel wie möglich
Hast Du mal die Quelle dafür? Würde ich mir gerne genauer durchlesen.